Was ist dir dein Selbst wert?

Kennst du das auch? An manchen Tagen läuft einfach alles schief, nichts will dir so richtig gelingen und deine Laune sinkt und sinkt. Deine Gedanken kreisen und werden immer enger, bis sie sich verdichtet haben: Ich kann einfach gar nichts.

Du hängst fest in einem Strudel aus negativen Selbstzuschreibungen. Ich kann nichts. Ich bin nicht gut genug. Ich bin nichts.

Diese Bewertungen haben einen sehr starken Einfluss auf dein Wohlbefinden und auf deine psychische Gesundheit! Deshalb ist es wichtig, ein gutes Selbstwertgefühl zu haben. Das ist dafür zuständig, diesen Gedankenstrudel zu unterbrechen und ihn in eine ander Richtung zu lenken. Ein positives Selbstwertgefühl ist die Basis eines mental gesunden Lebens. Genau wie Hunger und Durst, ist auch das Selbstwertgefühl ein Grundbedürfnis, das befriedigt werden muss.

In diesem Artikel geht es darum, dir ein Gefühl für dein Selbstwertgefühl zu geben und zu schauen, ob das für dich ein Ansatzpunkt ist, um deine mentale Gesundheit zu verbessern.

Wo tauchen Selbstwertprobleme auf?

Selbstwertprobleme begegnen uns überall. Da sind zum Beipiel die Gedanken, die dir sagen „Ich bin wertlos“ oder „Ich bin nicht gut genug“. Dann sind dir vielleicht auch negative Gefühle bekannt, z.B. Angst, Schuld und Scham. Schließlich zeigt sich auch im Verhalten, dass Selbstwertprobleme für Strategien sorgen, die nicht gut funktionieren. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn du aus Angst zu Versagen, ein Jobangebot ausschlägst, oder wenn du dich zu Hause nicht traust, deine Grenzen zu setzen, vielleicht aus Angst, nicht mehr geliebt zu werden.

Wenn du bereit bis, deinen Selbstwert ins Positive zu verändern ist es sinnvoll, zu schauen, auf welcher Ebene du ansetzen möchtest.

  • Gedanken
  • Gefühle
  • Verhalten

 

Selbstwert und Grundbedürfnisse

Je besser deine Grundbedürfnisse erfüllt sind, umso besser geht es dir. Das gilt auch für das Selbstwertgefühl!

Nehmen wir einmal dein Bedürfnis nach Nahrung. Ist es nicht erfüllt, fühlst du dich schlecht und alle Gedanken kreisen darum, wie du ausreichend an Nahrung kommst. Genauso ist es mit dem Selbstwertgefühl: Ist es schlecht genährt, kreisen deine Gedanken immer wieder darum, ob das jetzt richtig war, was du gemacht hast, ob du es hättest besser oder anders machen können, ob das gut genug war. usw. Menschen mit einem hohen Selbstwertgefühl haben solche Gedanken gar nicht. Kannst du dir das vorstellen? Ein Leben ohne diese Gedanken?

Es ist möglich!

Genauso, wie du deine körperlichen Grundbedürfnisse, wie Hunger und Durst, stillen kannst, kannst du auch deine psychischen Grundbedürfnisse stillen.

Was macht ein gutes Selbstwertgefühl aus?

Dein Selbstwert setzt sich aus 3 weiteren Grundbedürfnissen zusammen.

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Sind die Bedürfnisse nach Bindung, Selbstbestimmung und Kompetenz erfüllt, kann sich ein stabiler positiver Selbstwert ausbilden. Werden die Bedürfnisse nicht erfüllt, dann entwickelt sich in der Regel ein negatives Bild auf dich selbst.

Auswirkungen eines negatives Selbstwertes

Probleme mit dem Selbstwert haben einen sehr großen Einfluss auf deine mentale Gesundheit, deshalb ist es sinnvoll, sich das genauer anzusehen. Nehmen wir als Beispiel das Bedürfnis nach Selbstbestimmung. In der Regel wollen wir über unser Leben selbst bestimmen, das tun, was wir tun wollen und nicht das, was andere von uns wollen. Wir streben nach Autonomie, Kontrolle und Freiheit. Auf der negativen Seite finden sich Fremdbestimmung, Hilflosigkeit und Ausgeliefertsein. Ich glaube, wir alle kennen das Gefühl, wenn wir einer Situation hilflos ausgeliefert sind und keinen Ausweg sehen, z.B. auf der Arbeit, wenn der_die Chef_in einfach etwas bestimmt, mit dem man nicht einverstanden ist. Das betrifft uns alle im Leben immer mal wieder und ist erst einmal nicht problematisch.

Wenn die negativen Seiten allerdings überwiegen, dann kratzt das an unserem Selbstwert. Wir denken, dass wir nicht mehr Herr über unseren Entscheidungen und unserem Leben sind. Ein negatives Selbstbild schickt uns Überzeugungen, die uns ungesunde Entscheidungen treffen lassen. Zum Beispiel fühlen wir uns hilflos, weil wir uns nicht leisten können, die Arbeit aufzugeben, die uns frustriert und unglücklich macht. Der Chef meckert und teilt uns immer weiter Aufgaben zu, die wir ausführen müssen, uns aber nicht erfüllen. Abends kommen wir dann mit schlechter Laune nach Hause und denken, dass sich ja sowie so nichts ändern wird. Wir plumpsen auf die Couch, ziehen uns ein Essen ein, dass uns glücklich mach (aber in den meisten Fällen wohl ungesund ist, aber man muss sich nach der blöden Arbeit ja was gönnen) und verfallen der Trägheit. Das ist ein Teufelskreis, der sich so wiederum auch weiter negativ auf dein Selbstwertgefühl auswirkt.

Das war jetzt nur ein Beispiel für eines der drei Grundbedürfnisse, die sich auf den Selbstwert auswirken. Wenn du ein Problem mit deinem Selbstwert hast, dann lohnt es sich, auch hier einmal genauer nachzusehen.

Ich hoffe, dass dir Komplexität des Selbstwertes etwas klarer geworden ist uns du sehen kannst, an welchen Punkten zu ansetzen kannst, um etwas zu verändern.

 

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Nächste Woche schauen wir uns die Selbstwirksamkeit etwas genauer an. Sie ist eng verwandt mit dem Selbstwert und hat auch einen großen Einfluss auf deine psychische Gesundheit.

Kategorie: Ganzheitlich gesund

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