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Innere Ruhe finden

In einer Welt, die ständig in Bewegung ist, verlieren wir Frauen oft das Gefühl für innere Balance. Termine, Verpflichtungen, Erwartungen – die To-do-Liste scheint endlos, und selbst am Wochenende bleibt oft keine Zeit zum Durchatmen. Doch genau hier liegt der entscheidende Punkt: Innere Ruhe entsteht nicht, wenn alles erledigt ist – sie entsteht, wenn du dich bewusst dafür entscheidest.

Wie kann ich lernen, mich für mich zu entscheiden?

Das ist der schwierige Teil. Wir müssen uns und unser Bedürfnis nach Ruhe wichtig und ernst nehmen. Es kommt leider kein Prinz auf dem weißen Pferd, der uns sagt, dass es jetzt Zeit ist, eine Pause zu machen. Das müssen wir schon selbst tun.

Wir machen das so, als ob wir mit unserer Freundin sprechen, der wir auch ansehen, dass sie mal eine Pause braucht. Wir schenken uns die Aufmerksamkeit, sehen einmal genau hin und nehmen wahr, wie es uns wirklich geht. Wir nehmen wahr und fühlen, dass es richtig und wichtig ist, unsere Erschöpfung zu spüren.

Warum innere Ruhe wichtig ist

Innere Ruhe ist kein Luxus, sondern eine Lebensnotwendigkeit.
Sie schenkt dir Klarheit, Kraft und Gelassenheit. Wenn du ruhig bist, kannst du bewusster handeln, Grenzen setzen und Entscheidungen treffen, die wirklich zu dir passen. Ohne innere Ruhe wirst du leicht zum Spielball äußerer Umstände – reagierst statt zu gestalten.

Die Illusion der fertigen To-Do-Liste

Viele Frauen glauben, sie könnten erst entspannen, wenn alles erledigt ist. Doch das Leben hält immer neue Aufgaben bereit. Wahre Ruhe entsteht nicht durch Leere im Kalender, sondern durch bewusste Pausen im Alltag. Kleine Momente der Achtsamkeit – eine Tasse Tee ohne Handy, ein tiefer Atemzug, ein kurzer Spaziergang.

Denn sind wir mal ehrlich: Wir haben alle jahrelang Erfahrung mit To-Do-Listen: sie hören niemals auf.

Kleine Pausen mit großer Wirkung

Du musst nicht dein Leben komplett umkrempeln, um mehr Ruhe zu finden. Beginne mit kleinen, liebevollen Ritualen:

  • Atme bewusst. Mehrmals am Tag tief durchatmen – das bringt dich sofort ins Jetzt. Du kannst hierfür auch eine Hand auf den Bauch und eine Hand auf dein Schlüsselbein legen. So kannst du deinen Körper beim Atmen auch spüren.
  • Verzichte auf Multitasking. Tue eine Sache nach der anderen. Qualität statt Geschwindigkeit. Multitasking ist ein Märchen, denn in Wahrheit ist es Switch-Tasking, weil man seine Aufmerksamkeit ständig wechselt, man hat nur den Eindruck, dass man Dinge gleichzeitig erledigt.
  • Finde am Wochenende exklusive Zeit für dich. Vielleicht ein Spaziergang in der Natur, ein langsames Frühstück, oder einfach mal gar nichts tun. Mein all-time-favourite ist, dass ich mich so richtig in ein Buch versenken kann, dass ich auf dem Sofa liege und ganz in die Welt meiner Erzählung eintauchen kann, die Orte rieche, die Personen wahrnehme und mitfiebere, was als nächstes passiert.

 

Innere Ruhe hängt davon ab, wie wichtig du dir selbst bist. Wenn du deine Selbstwirksamkeit stärkst, wird es immer leichter, dich für kleine Pausen und gute Dinge zu entscheiden. Selbstwirksamkeit funktioniert bidirektional: Je mehr du sie fütterst, um so stärker wird sie und je stärker sie wird, um so entschiedener stehst du für deine Bedürfnisse ein.

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