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Wahrscheinlich hast du dir schon oft gewünscht, in manchen Situationen nicht so unsicher zu sein. Du hättest gerne mehr Mut und ein starkes Selbstwertgefühl, damit du dich mehr trauen kannst. Oft sind es alltägliche Situationen, die dich überfordern, z.B. im Supermarkt nach einem Produkt fragen. Du magst es nicht, auf andere Menschen zuzugehen und nach etwas zu fragen. Es könnte ja peinlich sein und du weißt nicht, wie der- oder diejenige darauf reagiert.

Solche und ähnliche Szenarien lösen Gefühle der Unsicherheit bei dir aus. Dahinter können sich wiederum ganz unterschiedliche Gefühle verbergen. Gefühle an sich haben das Ziel, dir Informationen über die Umwelt zu geben, um dich dann zu einem bestimmten Handeln zu bewegen. Um dein Selbstwertgefühl zu steigern – und gleichzeitig deine Unsicherheit zu vermindern –  ist es wichtig, die Gefühle zu kennen, die dir das Leben schwer machen.

Schau dir einmal die vier Gefühle an, welche mit Unsicherheit in Verbindung stehen und welche Informationen sie dir geben. So kannst du dich und deine Gefühlswelt auch besser kennenlernen und dein Verhalten besser verstehen.

4 Gefühle, die deine Unsicherheit beeinflussen

Angst.

Da ist zunächst die Angst. Angst zeigt dir Gefahr auf. Dein Körper reagiert ganz unbewusst auf Gefahr und das entsprechende Gefühl ist Angst. Früher war es lebenswichtig darauf richtig zu reagieren. Heutzutage gibt es diese lebensbedrohlichen Gefahren, wie z.B. den Säbelzahntiger, nicht mehr. Dennoch empfinden wir Angst. Auch heute ist das Ziel der Angst, Gefahren zu erkennen und abzuwenden.

Ob wir etwas als Gefahr bewerten hängt von unserer Veranlagung und unseren Erfahrungen ab.

Angst löst sehr starke körperliche Reaktionen hervor, weil es essentiell war, dass sofort reagiert wurde. Bei Angst kannst du intensive Körperempfindungen wie starkes Herzklopfen, Schweißausbruch, ein beklemmendes Gefühl in der Brust oder auch ein unangenehmes Gefühl im Bauch feststellen. Oft verändert sich auch deine Atmung. Diese Körperreaktion ist lebensnotwendig, um dich auf Kampf oder Flucht vorzubereiten (Stressreaktion). Dein Adrenalinspiegel steigt und es wird sofort Energie bereitgestellt, damit du schnell rennen kannst.

Angst löst diese Empfindungen und Reaktionen aus. Es funktioniert aber auch umgekehrt: Wenn wir solche Empfindungen haben, interpretieren wir das als drohende Gefahr. Das wiederum löst Angst aus und macht uns unsicher.

Unverhältnismäßige  Angstreaktionen schwächen unser Selbstwertgefühl.

Neid.

Neid entsteht, wenn man sich mit anderen vergleicht. Eine andere Person hat das, was man selbst gerne möchte, oder von dem man überzeugt ist, dass es einem zustehen würde. Das kann sich auf materielle Besitztümer, das Aussehen, Erfolg und Partnerschaft und Familie beziehen. Ein Gefühl der Unzulänglichkeit macht sich breit, wenn man sich mit anderen vergleicht, selbst „schlecht“ abschneidet und das dann als ungerecht empfindet.

Neid hat auch eine positive Seite: Neid treibt uns an, mehr zu erreichen. Wenn du dich aber immer mit anderen vergleichst und du dabei immer schlechter abschneidest, kann das zu großer Unsicherheit führen.

Auch das nagt an deinem Selbstwertgefühl.

Scham.

Scham entsteht, wenn du dich mit den Augen von anderen betrachtest und das, was du siehst für schlecht befindest. Du fühlst dich minderwertig und unzulänglich.

Scham äußert sich körperlich als das Gefühl, wenn man im Erdboden versinken und möglichst unsichtbar werden möchte. Du senkst deinen Blick und drehst deinen Kopf zur Seite, deine Haltung klappt ein und du errötest. Das Ziel der Scham ist es, dich vor Lächerlichkeit zu beschützen, damit du Teil der Gruppe bleibst. Hier kommt dein Grundbedürfnis nach Zugehörigkeit zum Tragen. So hilft Scham, unser Verhalten an Gruppennormen anzupassen.

Für manche Menschen kann Scham allerdings auch zu einem Problem werden: Wenn jede Abweichung von der Norm, auch wenn es nur Kleinigkeiten sind, als Scham empfunden wird, kann das zu großer Unsicherheit führen. Dabei können das Dinge sein, die jedem einmal passieren: auf dem Gehweg stolpern, Kaffee verschütten, eine unpassende Bemerkung machen oder auch unpassende Kleidung tragen. Menschen, die sehr sensibel für das Empfinden von Scham sind, fühlen sich verunsichert.

Ärger.

Der Zusammenhang zwischen Ärger und Unsicherheit erschließt sich nicht auf den ersten Blick. Wenn wir selbst oder wichtige Ziele bedroht sind, empfinden wir Ärger oder Wut. Du möchtest zum Beispiel pünktlich bei deinem Termin ankommen, dein_ Partner_in trödelt und ihr kommt nicht rechtzeitig an – du ärgerst dich!

Ärger und Wut sind wichtige Gefühle, um dich in Handlungsbereitschaft zu versetzen. Hast du schon mal die Kraft von Wut gespürt? Du könntest Berge versetzen! Wut und Ärger beschützen uns außerdem, schlecht behandelt zu werden: Sie helfen uns, unsere persönlichen Grenzen zu verteidigen.

Das ist die gute Seite von Wut und Ärger. Vielmehr ist es doch so, dass Ärger und Wut einen schlechten Ruf haben. Oft wurde uns anerzogen, dass wir Ärger und Wut unterdrücken sollen, dass dessen Äußerung unangebracht ist. Deshalb versuchen Menschen, Wut und Ärger zu unterdrücken, weil sie glauben, dass es verboten ist. Wut und Ärger stauen sich an, wenn sie kein Ventil bekommen. Das kennst du sicher auch: Irgendwann explodiert man! Und dann ist die Reaktion vielleicht unangebracht und übertrieben, weil der Moment unpassend ist.

Und hier kommt der Rückschluss: Diese Überreaktion ist dann das, was verunsichert! Du merkst, dass das unangebracht ist und fragst dich vielleicht, warum du in einer völlig harmlosen Situation eskalierst und woher diese Aggression kommt. Du erkennst dich nicht mehr wieder. Das beeinflusst dein Verhalten gegenüber anderen und du wirst unsicher im Kontakt mit anderen und schadet deinem Selbstwertgefühl.

Jetzt hast du die vier Gefühle kennengelernt, die mit der Unsicherheit zusammenhängen. Das hilft dir, deine Gefühle und auch dein Verhalten besser einzuordnen und auch zu erkennen, was angemessen ist, oder wo dich deine Gefühle vielleicht überreagieren lassen.

Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie das Selbstwertgefühl mit Gesundheit zusammenhängt, dann empfehle ich dir diesen Artikel (hier). Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine Gefühle der Unsicherheit regulieren kannst und auch neues Verhalten lernen kannst, dann komm doch in meine Gruppe.

Dort ist ein Ort, wo wir uns über Unsicherheiten und Minderwertigkeitsgefühle austauschen können. Wir sprechen darüber, wie wir unser Selbstwertgefühl steigern können und was wir überhaupt brauchen, damit wir uns sicher fühlen.

Schau gerne vorbei und ich freue mich, dich kennenzulernen.